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By Hermann Gundert

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Allgemeine Grundlagen der Krankenpflege

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Erst nachdem die Gesprächskrise durch eine Gedichtinterpretation überbrückt wurde, kann Sokrates im Schlußteil des Dialogs die Frage nach der Einheit der Tugend wiederaufnehmen. Jetzt erkennt Protagoras die "ziemliche" Khnlichkeit von vier Tugenden an, nur die Tapferkeit erklärt er für sehr verschieden (349d). An ihr hängt es also; wir sind beim Laches-Problem, und schon versucht Sokrates, auch Protagoras mit den Leuten aufs Glatteis zu locken, die ein technisches Können kühn macht. Protagoras rutscht natürlich nicht so schnell aus wie Laches; aber seine Korrektur, die geschickte Unterscheidung von Kühnheit und Tapferkeit, verkennt die Intention des sokratischen Elenchos: den Rangunterschied von technischem und wesentlichem Wissen zu provozieren (349e-351b).

Alles weitere ist Folgerung, die Konsequenz für die Lebensentscheidung, die den Lebensentwurf des Kallikles zu überwinden hat, noch ein langes Ringen, schwer nicht nur durch den Widerstand des Gegners, sondern durch die Grenzen, die dem dialektischen Niveau damit gesetzt sind. · s08cff. ). Das System der "Schmeichel- und Pflegedienste" , das gegen Polos wie fertig aus der Schublade geholt wurde, und damit auch der Rang von Unrechtleiden und Unrechttun, wogegen diese Dienste je ihre "Hilfen" bieten, erscheint jetzt begründet (wie in einer höheren Hypothesis) in der Grundunterscheidung von lustvoll und gut.

So nahe sind diese Freunde der Wahrheit. Wogegen sich aber ihr Zweifel regt und in der Nähe dieses Todes immer wieder hoch kommt, das ist der andre Satz, daß die Seele nicht mit dem Leib vernichtet wird sondern ewig lebt. Ihr gilt darum der größte Teil des Gesprächs. Es ist die »höhere Hypothesis" , in der der Satz von der "übung im Sterben" zu begründen ist, wenn die Zuversicht des Sokrates nicht täuschen soll. Für die überlebenden, die ihn lieben, hängt daran alles. Die besondere Schwierigkeit dieser Frage liegt darin, daß die Dialektik es zwar mit dem ewig Seienden zu tun hat, die Seele aber ein Ewiges von besonderer Art ist: sie ist nicht nur ewig sondern denkt das Ewige und reicht dabei doch so in das Werdende hinein, daß sie es zugleich bewegt und erleidet.

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