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By Peter Richter

Die DDR hat Konjunktur wie nie zuvor – wer auf sich hält, schlürft Rotkäppchensekt und Kaffee aus Mitropa-Tassen, das Revival der bejubelten Eisprinzessin Kati Witt als TV-Star ist unaufhaltsam, und Zonengabi ist auch im Westen längst zur Ikone avanciert. Die medienwirksame, lukrative „Ostalgie“-Welle rollt, doch wie ist es wirklich um das wiedervereinte Deutschland und die Beziehung zwischen Ost und West bestellt? Der Journalist Peter Richter, der in beiden Welten beheimatet ist, nimmt den Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch das Deutschland der 90er Jahre.

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Bartimäus. Das Auge des Golem

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Velvet Haven - Paradies der Dunkelheit (Roman)

Der heißeste membership zwischen Diesseits und JenseitsDer angesagte Nachtclub Velvet Haven, die einzige Verbindung zwischen der Welt der Menschen und Annwyn, der Heimat der Gestaltwandler, Geister und Feen, lässt keine Wünsche offen. Als Bran, der unangefochtene König Velvet Havens, die Hilfe der Sterblichen Mairi in Anspruch nehmen muss, um seinen Bruder zu retten, ist er zunächst alles andere als begeistert.

Benjamin-Handbuch: Leben — Werk — Wirkung

Facettenreicher Intellektueller der Weimarer Republik und des Exils. Walter Benjamins Werk lebt: Die Radikalität seines Denkens und die Vielfalt seiner Impulse wirken bis heute in zahlreichen Bereichen fortress. Das interdisziplinär angelegte Handbuch informiert über die Biografie und zeichnet die einflussreiche Wirkungsgeschichte nach.

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Eine ruhelose Jugend war da auferstanden und kam kaum noch dazu, sich hinzulegen; nachts traf sie mit Baseballschlägern bei erbitterten Scharmützeln aufeinander und tagsüber mit großen Rucksäcken beim Klauen im Kaufhaus. Demokratischer Konsum Diebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Deshalb waren die ersten Jahre nach der Währungsreform auch keine besonders guten für harmonische Beziehungen. Es kam vor, dass die eigene Freundin einen schnöde versetzte, weil sie in einem Schallplattenladen beim Klauen erwischt worden war und zur Strafe nach Geschäftsschluss dort putzen musste; Plattenhändler haben ja mitunter sehr pädagogische Züge.

Es war ihnen, erzählte sie, irgendwie ursprünglicher, reiner und richtiger vorgekommen als die verstädterten und zersiedelten Provinzen des Westens, aus denen sie selber kamen. Aber dann hatten in den Kreisstädten die ersten Baumärkte eröffnet, und die Einheimischen schleppten genau den Krempel in das bis dahin vermeintlich unberührte Paradies hinein, dem H. und ihre Freunde eigentlich hatten entfliehen wollen. In der Dorfgaststätte schraubte der Wirt die verbommelten Kandelaber ab und montierte Halogenstrahler in die Decke, von wo das Licht nun nicht mehr warm heruntergenieselt kam, sondern dem Essen unbarmherzig grell ins Gesicht blendete, wie bei einem Verhör, wo auch die härteste Schweinebratenkruste mürbe wird.

Plattenbosse. Trinkfeste Rechercheure. Soziale Extreme, die sich nach S-Fehlern unterscheiden: die Arbeiterklasse lispelt und die oberen Zehntausend stolpern über Steine. Eine gigantische Großstadt voller Sex, möglicherweise auch Drugs und auf jeden Fall aber Rock’n’Roll, die auch noch am richtigen Fluss lag. Hamburg klang wie ein Grund, sich darauf zu freuen. Leider war Hamburg für mich dann erst einmal Harburg. Ganz am Anfang war Hamburg sogar nur eine Bushaltestelle auf einem Acker. »Hier, Hamburg«, hatte meine Fahrerin gesagt, und nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Mitfahrzentrale stimmte das auch.

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